28. Juni 2026

Drei neue Gegner, zwei Neuzugänge und zwei Langzeitverletzte

Die erste Frauenmannschaft der HSG Wittlich ist in die Saisonvorbereitung eingestiegen – Zahlreiche Testspiele im August – „Verantwortung breit verteilen“. HSG-Pressemitteilung von Björn Pazen



Esther Herrmann, Trainerin 1. Damen (zusammen mit Sabina Jöhnk), und Marc Birchen, Trainer 2. Damen und weibl. A-Jugend (zusammen mit Carsten Henrich), beim Trainingsauftakt der HSG-Frauen.

Nach dem erfolgreichen Umbruch unter der neuen Trainerin Esther Herrmann mit vielen neuen und vor allem vielen jungen Spielerinnen startet die erste Frauenmannschaft der HSG Wittlich ambitioniert in die neue Saison der Regionalliga Südwest – auch wenn zwei Stammspielerinnen langfristig verletzt werden. Das gegen die HSG Hunsrück verlorene HVR-Pokalfinale am Ostermontag war das letzte Spiel der Saison 2025/26, die die stark verjüngte Mannschaft mit Rang vier in der Regionalliga beendete.

Nach den vielen Wechsel der Vorsaison – sechs Spielerinnen und Trainer Tobias Quary gingen, fünf Neuzugänge, darunter vier unter 18 Jahren, und Herrmann kamen – ist der HSG-Kader dieses Jahr fast komplett zusammengeblieben. Einzig Selina Teusch beendete ihre Karriere, Rückraumspielerin Nele Kappes kehrte vom Drittligisten Mainz zurück, weiterer Neuzugang ist die 19-jährige Torfrau Felicia Holz von der HSG Mertesdorf/Ruwertal. „Vielleicht ergibt sich eine weitere neue Spielerin noch bis zum Saisonstart“, sagt Trainerin Esther Herrmann, die im März ihren ursprünglich bis 2027 datierten Vertrag frühzeitig um zwei weitere Jahre bis 2029 verlängert hatte.

Weil die Regionalliga-Saison bereits am letzten August-Wochenende startet, begann auch die Vorbereitung früher als sonst. Am 8. Juni war das erste Hallentraining, zuvor hatten sich die Spielerinnen zwei Wochen lang mit Lauftraining individuell vorbereitet. Derzeit stehen drei Einheiten pro Woche auf dem Programm.

Zwei Spielerinnen fehlen aktuell und auch das auch noch für mehrere Monate: Kapitänin Nicole Packmohr laboriert noch an den Folgen eines Kreuzbandrisses, Rückraumspielerin Merle Kloep an einem Handbruch. „Bei Merle muss noch eine Platte aus der Hand entfernt werden, bei Nici läuft die Reha bislang sehr gut. Sie ist sehr fleißig und trainiert viel. Daher bin ich guter Dinge“, sagt Herrmann. Aktuell kann auch Torfrau Alexandra Irmgartz wegen einer Schulterverletzung nicht mit der Mannschaft trainieren, sie soll aber bis zum Start der zweiten Vorbereitungsphase Anfang August wieder fit sein. „Mit Felicia haben wir nun eine feste weitere Torfrau. Bis Alex wieder fit ist, werden uns die Torhüterinnen aus der zweiten Mannschaft oder der A-Jugend wieder unterstützen“, sagt Herrmann.

Ein erstes Testspiel absolvierte die HSG bereits gegen die HSG Kastellaun/Simmern, weitere werden im August folgen. Los geht es am 1. August mit einem Dreierturnier mit dem TV Birkenfeld und der zweiten HSG-Mannschaft, einen Tag später folgt ein Testspiel gegen die HSG Marpingen. Auf den 8. August freut sich Herrmann besonders, dann stehen ein gemeinsames Training inklusive Testspiel beim Zweitligisten Bayer Leverkusen an. Neue Bayer-Trainerin ist Ex-Mieze Franzi Garcia, mit der Herrmann nicht nur in Trier zusammenspielte, sondern mehrere Jahre auch den damaligen Zweitligisten aus Ketsch trainierte. Vor dem ersten Saisonspiel zuhause gegen Budenheim am 29./30. August folgt noch das Rückspiel gegen Kastellaun. Zudem sucht Herrmann noch einen Testspielgegner für den 22./23. August.

Was die Saisonziele nach Rang vier in der vergangenen Spielzeit betrifft, ist Esther Herrmann noch etwas zurückhaltend: „Wir wollen wieder oben mitspielen, das ist klar. Vieles hängt natürlich davon ab, wann Nicole Packmohr wieder zurückkehrt. Nele Kappes wird eine tragende Rolle in der Mannschaft spielen, aber insgesamt müssen wir sehen, dass wir die Verantwortung breit verteilen. Zudem ist wichtig, wie die Vorbereitung läuft und ob alle Spielerinnen fit in die Saison starten können, denn wir haben gleich zu Beginn ein strammes Programm.“ Daneben hat sich auch die Zusammensetzung der Liga geändert: Meister TSG Haßloch hat sich für die 3. Liga qualifiziert, die Teams aus Sobernheim und Koblenz haben sich abgemeldet, so dass alle drei Teilnehmer der Aufstiegsrelegation, Dutenhofen/Schifferstadt, Oberthal und Welling, künftig in der Regionalliga spielen.

In der Vorbereitung geht es für Herrmann und ihre Co-Trainer Sabina Jöhnck um eine stabile zweite Abwehrvariante, mehr Zweikampfhärte und mehr Tore aus der Distanz. „Natürlich steht bei unserer jungen Mannschaft die individuelle Weiterentwicklung im Fokus, die Integration der jungen Spielerinnen hat letzte Saison gut funktioniert, teilweise werden sie auch in der neuen A-Jugend auflaufen, um mehr Spielpraxis zu sammeln. Daher ist der intensive Austausch und die Abstimmung mit dem neuen Trainer der zweiten Mannschaft und der A-Jugend, Marc Birchen so wichtig. Das passt bislang sehr gut.“