16. August 2026

Mit neuem Schwung und neuer Trainerin in die neue Saison

Die erste Männermannschaft der HSG Wittlich befindet sich im Umbruch, will unter Maja Zrnec aber an die erfolgreichen vergangenen Jahre anknüpfen – von Björn Pazen.



Mit einer neuen Trainerin und einer verjüngten Mannschaft inklusive einigen Kaderänderungen geht die erste Männermannschaft der HSG Wittlich in die neue Saison der Oberliga Rheinland. Ein Jahr nach dem Rheinlandpokalsieg wurde die HSG im Frühjahr souveräner Oberligameister, qualifizierte sich für die Relegation zur Regionalliga Rheinland-Pfalz/Saar – verpasste trotz toller Leistungen aber den Aufstieg.

Nun geht es mit frischem Blut weiter: Als Nachfolgerin von Igor Domaschenko ist Maja Zrnec die erste Trainerin der HSG-Männer. Die frühere slowenische Nationalspielerin, die zuletzt die Männer beim HSC Igel trainierte, bringt viel neuen Schwung mit in die Mannschaft. „Auch wenn es am Ende knapp nicht für den Regionalliga-Aufstieg gereicht hat, nehmen wir viele wertvolle Erfahrungen und positive Erinnerungen mit. An diese Leistung möchten wir in der neuen Saison anknüpfen und zeigen, dass wir uns als Mannschaft weiterentwickeln können“, sagt Zrnec: „Gemeinsam wollen wir den erfolgreichen Weg der vergangenen Jahre Schritt für Schritt fortsetzen.“

Dabei steht eine junge Mannschaft mit viel Potenzial, Energie und Ehrgeiz auf dem Feld, der Kader wurde gezielt verstärkt. Neu sind die Rückraumspieler Max Steichen (vom HC Düdelingen), Nicolas Fabry (TV Bitburg) und Paul Backes (HSC Schweich) sowie Linksaußen Matteo Pusceddu (HSG Hunsrück) und Torwart Florian Leisen (TV Bitburg). Zudem kommen aus der eigenen Jugend Torwart Torge Henrich sowie die Feldspieler Simon Ewen, Tobias Theisen und Colin Schäfer. „Gerade für unsere jungen Spieler ist es wichtig, Verantwortung zu übernehmen, voneinander zu lernen und füreinander einzustehen“, sagt die neue Trainerin: „Für uns bedeutet das, uns neu zu finden, uns gegenseitig besser kennenzulernen und als Mannschaft immer enger zusammenzuwachsen.“

Verlassen haben die HSG: Tim Gierenz, der studienbedingt für den TuS Königsdorf aufläuft, Sören Reifferscheidt (Handballpause), Kai Lißmann und Lennard Weber (beide Ziel unbekannt) sowie Marius Pietzonka (2. Mannschaft der HSG).

„Unser Kader ist vom Papier her sehr groß, aber aktuell fehlen uns einige Langzeitverletzte. Zudem war die Vorbereitung nicht immer einfach. Aufgrund von Urlaub, Verletzungen und unterschiedlichen Verpflichtungen konnten wir leider nicht immer mit dem kompletten Kader trainieren. Dadurch war es teilweise schwierig, gemeinsame Abläufe und Automatismen zu entwickeln. Trotzdem haben wir versucht, aus jeder Trainingseinheit das Beste herauszuholen und die gemeinsame Zeit intensiv zu nutzen. Insgesamt haben alle sehr gut trainiert. Wir haben schnell gemerkt, dass wir eine gemeinsame Philosophie haben“, sagt Zrnec.

Nach zwei Testspielen gegen Dansenberg und Völklingen sowie einem Kurztrainingslager in Wittlich geht es bis zum Saisonstart darum, die Mannschaft weiter einzuspielen. „Wir wollen uns Schritt für Schritt weiterentwickeln, uns gegenseitig unterstützen und sowohl auf als auch neben dem Spielfeld enger zusammenwachsen. Unser Ziel ist es, aus vielen einzelnen Spielern eine Einheit zu formen, die gemeinsam füreinander einsteht“, sagt Zrnec: „Wir wollen wieder eine gute Rolle in der Oberliga spielen. Die vergangene Saison hat gezeigt, was mit dieser Mannschaft möglich ist. Daran möchten wir anknüpfen.“ Zrnec geht von einer sehr ausgeglichenen Oberliga aus, in der es keinen eindeutigen Favoriten gäbe: „Wir möchten uns vor allem auf unsere eigene Entwicklung konzentrieren und an die Leistung der vergangenen Saison anknüpfen, ohne uns unnötig unter Druck zu setzen.“

Am ersten Spieltag empfängt die HSG am Samstag, 5. September (20 Uhr) Handball Mülheim-Urmitz II in der BBS-Halle. Dabei kommt es zu einem Wiedersehen mit Nico Weber, dem Vor-Vorgänger von Zrnec als HSG-Trainer, der seinerzeit zu seinem Abschied die Mannschaft zum HVR-Pokalsieg führte. „Wir freuen uns auf eine volle BBS-Halle, viele Zuschauer und natürlich auf eine lautstarke Unterstützung von der Tribüne“, sagt Zrnec.