5. März 2026

Drei Auswärtsspiele am Wochenende

Regionalliga Südwest Frauen: HC Koblenz – HSG Wittlich (Samstag, 19:30 Uhr, Julius Wegeler Schule)

Deutliches Durchatmen bei der HSG Wittlich nach dem letzten Sieg in Bodenheim, bei dem man lange um den Erfolg zittern musste. Im nächsten Auswärtsspiel trifft die Mannschaft von Esther Herrmann und Bina Jöhnk auf den Rheinland-Rivalen aus Koblenz, der im Abstiegskampf auf jeden Punkt angewiesen ist und aktuell vor Schlusslicht Sobernheim auf dem vorletzten Tabellenplatz steht, nach Pluspunkten gleich mit dem TV Bodenheim. Das Hinspiel gewann die HSG Anfang November mit 33:28. Für die Wiederholung dieses Erfolges wird man sicher alles in die Waagschale werfen müssen, denn die Personalsorgen nehmen kein Ende: Zuletzt fiel Zoe Eiden mit einem Fingerbruch vor dem Spiel in Bodenheim aus und wird auch jetzt nicht zur Verfügung stehen.


Fehlt auch gegen Koblenz: Zoe Eiden, Foto: Thomas Prenosil.

„Wir sind positiv gestimmt, denn wir haben gesehen, dass wir auch auswärts gewinnen können. Ich bin gespannt, welche Leistung meine Mannschaft abrufen wird. Derzeit sind wir eine Wundertüte! Ich rechne mit einer kompakten 6:0-Deckung der Gastgeberinnen, gegen die wir mit einer hohen Passgeschwindigkeit arbeiten müssen, um sie in Bewegung zu bringen. Wir haben die Qualität, um die Räume zu finden. Doch das Hauptaugenmerk wird auf unserer Abwehr liegen. Hier müssen wir die Anspiele an den Kreis unterbinden und auf die Übergänge vorbereitet sein. Im Training ist zudem viel Wurftraining angesagt und ich hoffe, dass wir die Stabilität in der Abwehr finden und so in unser Tempospiel. Das hat uns in Bodenheim den Sieg gebracht und das müssen wir wieder hinbekommen,“ hofft Esther Herrmann, die sich Sorgen um die angeschlagene Spielmacherin Niki Packmohr und Anna Schönhofen macht, die sich im Spiel des Oberligateams am Sonntag erneut am Rücken verletzt hat und Anfang der Woche mit dem Training aussetzen musste. Auch auf Natalia Kierakowicz muss das HSG-Team verzichten. Herrmann wird auch nächstes Jahr die Verantwortung für das Regionalligateam der HSG tragen. Derzeit laufen Gespräche mit den Spielerinnen und möglichen Neuzugängen. Quelle: mosel-handball.com

Oberliga Rheinland Männer: TV Bitburg – HSG Wittlich (Samstag, 17 Uhr, Edith Stein Schule)

Das Team von Gästetrainer Igor Domaschenko geht als klarer Favorit in diese Begegnung und kann im viertletzten Saisonspiel einen weiteren Schritt Richtung Titel gehen. Dabei hat die Mannschaft nach dem klaren 37:25 Erfolg Anfang November alle Trümpfe selbst in der Hand.

Nach drei Spielen kann Bitburg wieder auf Trainer Kai Kinzig zurückgreifen, der personell gut aufgestellt dem Spiel entgegensieht: „Bis auf die Verletzten sind stand jetzt alle dabei. Mit Wittlich treffen wir auf den designierten Meister und das wird sehr schwer für uns. Doch der Druck liegt in diesem Spiel bei den Gästen, gegen die wir unsere Heimstärke in die Waagschale werfen und die Tatsache, dass ohne Harz gespielt wird. Erwischen wir einen guten Tag und gelingt es uns, das Tempo der Gäste über 60 Minuten mitzugehen, dann könnten wir die Gäste ärgern. Doch wir sind uns bewusst, dass es schwer wird, etwas Zählbares zu holen. Da muss schon viel passieren!“

„Ein wichtiges Spiel für uns gegen einen heimstarken Gegner, der personell sicher gut aufgestellt ist. Das Hinspiel haben wir mit 12 Toren Unterschied gewonnen, waren aber ohne unsere Leistungsträger Björn Boinski im Tor und den gesperrten Kai Lißmann. Doch jetzt wird das sicher ein anderes Spiel, vor allem weil wir ohne Harz spielen müssen. Bitburg stellt einen der stärksten Angriffe der Liga, hat erfahrene Spieler in den Reihen und wird sicher nichts unversucht lassen, uns uns ein Bein zu stellen. Gegen Koblenz haben die Bitburger gezeigt, dass sie auch gegen die Spitzenteams mithalten können und letzte Saison hat Wittlich in Bitburg noch verloren. Deshalb werden wir Bitburg auf keinen Fall unterschätzen und müssen vor allem stärker in der Abwehr spielen. Personell werden wir wieder auf Tim Gierenz und Felix Molecki zurückgreifen können. Zudem dürften auch Spieler aus unserer A-Jugend, die erst am Sonntag ihr Pflichtspiel hat, bei uns auflaufen können“, verrät Wittlichs Trainer Igor Domaschenko. Quelle: mosel-handball.com

Oberliga Rheinland Frauen: HSG Mertesdorf/Ruwertal – HSG Wittlich II (Samstag, 20 Uhr, Ruwertalhalle)

Mit den beiden letzten Siegen hat die Ruwertal HSG die wohl letzten Zweifel am Ligaverbleib ausgeräumt und kann die Begegnung gegen die HSG Wittlich mit genug Selbstvertrauen, aber ohne jeden Druck angehen. Wittlich gewann das Hinspiel mit 28:25 Anfang November, damals noch mit Trainer David Juncker. Ihm folgte Carsten Henrich, der mit dem Team lediglich die Niederlage beim Meisterschaftsanwärter Kastellaun/Simmern einstecken musste und der am Ende auf jeden Fall auf Platz 4 landen möchte.

„Danke an Carsten, dass wir das Spiel auf Sonntag verlegen konnten, sonst hätten noch viel mehr Spielerinnen bei uns nicht dabei sein können. Fehlen werden aber Pauline Lebenstedt, Katharina Schröder, Steffi Frisch und Jana Schröder. Ich bin gespannt, wer bei den Gästen so alles auflaufen wird, vor allem aus dem Regionalligateam. Ich hoffe dennoch auf eine spannende Begegnung, in der wir unsere Heimstärke unter Beweis stellen wollen. Auch im Hinspiel haben wir lange mitgehalten“, erinnert Gastgebertrainer Robin Schöler.

„Wir wollen am Ende Platz 4 belegen und da müssen wir im Ruwertal beide Punkte gewinnen! Wenn die Abwehr so gut steht wie im letzten Spiel und wenn wir die Rückraumspielerin der Gastgeberinnen Nina Wilhelmi in den Griff bekommen, stehen unsere Chancen gut. Ergänzt wird unser Kader auf jeden Fall aus der B-Jugend, insbesondere im Torwartbereich, da Hanna Scharfbillig fehlen wird. Aus meiner Sicht ist das das schwerste Auswärtsspiel in der Restsaison. Druck haben wir aber keinen“, sagt Wittlichs Trainer Carsten Henrich. Quelle: mosel-handball.com