Regionalliga Südwest Frauen: HSG Hunsrück – HSG Wittlich (Samstag, 19:30 Uhr, Schulsporthalle Sohren)
Auf geht’s zum Lokalderby nach Sohren! Mit Spannung wird das Aufeinandertreffen der beiden heimischen Regionalligateams am Samstagabend in der Schulsporthalle in Sohren erwartet. Wie in jeder Saison sind die beiden Derbys das Highlight in den Veranstaltungskalendern der Teams.

Michelle Meier mit 9 Toren im Hinspiel (Foto) und zuletzt 11 Treffern gegen Budenheim.
Ende Oktober gewann die HSG Wittlich das Hinspiel mit 29:24 (14:13), hatte dabei die ehemaligen Mitspielerinnen Helen Schieke und Jule Kappes gut im Griff, doch Emma Lech stellte den Deckungsverband immer wieder vor Probleme. Nach der Pause bekam das Team von Esther Herrmann und Sabina Jöhnk nicht nur die Kreisanspiele der Hunsrückerinnen endgültig unter Kontrolle sondern auch deren Rückraumspielerinnen. Zudem zeigte Zoe Eiden ihr bestes Saisonspiel bis zu dem Zeitpunkt. Auf der Gegenseite war es die nach Ansicht von Trainer Maouia Ben Maouia schwächste Saisonleistung, mit der man vor allem Michelle Meier nie in den Griff bekam, ebenso wenig wie das Wittlicher Tempospiel.
Die Mannschaften gehen mit unterschiedlichen Voraussetzungen in das Rückspiel: Während die Gäste aus der Eifel nach einem sehr durchwachsenen Start ins neue Jahr mit dem Sieg gegen Budenheim vor der Fastnachtspause Selbstvertrauen tankten, ging die „Generalprobe“ der Hunsrückerinnen beim Tabellenvorletzten Bodenheim mit einer Auswärtsniederlage „in die Hose“. Doch die Mannschaft baut auf ihre Fans und die Heimstärke. Vor eigenem Publikum musste man sich bislang nur den beiden Spitzenteams aus Haßloch und Marpingen-Alsweiler geschlagen geben. Dazu kommt die Tatsache, dass die Mannschaft von Gästetrainerin Esther Herrmann in fremden Hallen bislang wenig Erfolgserlebnisse hatte. Lediglich die Siege in Budenheim und Merzig/Hilbringen verbuchten die Gäste auf der Habenseite. Dazu gab es zwei Remis in Sobernheim und bei den Südpfalz Tigerinnen.
„Nach der Niederlage in Bodenheim haben wir vor heimischer Kulisse etwas gutzumachen und es war vielleicht gut, dass wir ein paar freie Tage hatten, um den Kopf freizubekommen. Wir haben unser erstes Training am Mittwoch und ich gespannt, wie die Mannschaft die Fastnachtstage „verkraftet“ hat. Unser Ziel in der Saison bleibt, die doch neu formierte Mannschaft besser einzuspielen und wir hoffen auf die Rückkehr von Melissa Gräber und Meike Grethen. Das Derby hat immer einen anderen Stellenwert und ich glaube, dass die Tagesform entscheiden wird. Wir wollen uns für die Hinspielniederlage revanchieren. Beide Teams sind derzeit auf dem gleichen Leistungsniveau und stehen im gesicherten Mittelfeld. Da wollen wir stabil auch bleiben. Entscheidend wird die Aggressivität sein und ich hoffe, dass die Schiedsrichter das Derby gut leiten werden“, so der Gastgebertrainer Maouia Ben Maouia.
„Mal wieder ein Auswärtsspiel, nur dieses Mal nicht so weit weg. Das Derby kommt nach den Fastnachtstagen sicher nicht zum richtigen Zeitpunkt. Wir haben am Fastnachtssamstag trainiert, um den Rhythmus zu halten. Jana Clever und Natalia Kierakowicz haben das Training wieder aufgenommen. Ausfallen werden weiterhin unsere Langzeitverletzten Merle Kloep, Emilia Sibi und Selina Teusch. Die Hunsrückerinnen spielen derzeit bis auf die letzte Begegnung sehr stabil und ich denke auch, dass am Samstag die Tagesform entscheiden wird. Beide Teams kennen sich gut und aus meiner Sicht wird mitentscheidend sein, wer die Zweikämpfe aggressiver annimmt. Die Gastgeberinnen kommen auch gegen offensive Abwehrreihen immer besser zurecht. Ich rechne deshalb mit einem spannenden Spiel und so soll es im Derby auch sein. Letztlich geht es für uns in dieser Saison in erster Linie um die Weiterentwicklung der Spielerinnen und der Mannschaft“, sagt Wittlichs Trainerin Esther Herrmann. Quelle: mosel-handball.com
Oberliga Rheinland Männer: Handball Mülheim-Urmitz II – HSG Wittlich (Sonntag, 17 Uhr, Peter-Häring-Halle Urmitz)
Einen klaren Meisterschaftskurs steuert die HSG Wittlich und geht nach dem 39:27 Hinspielerfolg als Favorit in das Rückspiel. Nach dem klaren Erfolg im Spitzenspiel gegen die HSG Hunsrück muss das Team von Trainer Igor Domaschenko die Euphorie mit in das Rückspiel nehmen, um mit einem weiteren Erfolg die Tür zur Meisterschaft ein Stück weiter aufzustoßen. Doch HSG-Coach Igor Domaschenko warnt davor, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen.
„Das wird sicher ein anderes Spiel als im Hinspiel. Die junge Mannschaft aus Mülheim-Urmitz hat uns im Hinspiel lange gefordert und ging unser Tempo von Beginn an mit. Doch letztlich hatten wir in den entscheidenden Momenten mehr zuzusetzen und kamen zum klaren Sieg. Die bisherigen Ergebnisse der Gastgeber zeigen, dass die Mannschaft durchaus in der Lage ist, auch höher eingeschätzte Teams in der Liga zu schlagen. Zuletzt bewiesen das die Mülheim-Urmitzer beim klaren 29:19 Heimsieg gegen die HSG Hunsrück im November, ebenso wie zuletzt bei der knappen 29:33 Niederlage gegen Koblenz. Beides ist Warnung genug für uns! Wir hatten über Fastnacht eine Pause, haben uns aber ab Dienstag mit drei Trainingseinheiten auf den Gegner vorbereitet. Dabei hoffe ich, dass wir bis auf die Langzeitverletzten alle Spieler an Bord haben werden“, sagt Domaschenko.
Neues von Handball Mülheim-Urmitz II: Zum Saisonende wird die Zusammenarbeit mit U23-Trainer Hansi Schmidt beendet, der die Mannschaft in den vergangenen drei Jahren maßgeblich geprägt hat. Schmidt führte das Team vom Abstiegskandidaten zu einer etablierten Mannschaft in der Oberliga Rheinland und schuf eine stabile sportliche Basis für die Zukunft. Unter seiner Leitung entwickelte sich die U23 kontinuierlich weiter – sportlich wie strukturell – und wurde zu einem wichtigen Baustein im Nachwuchskonzept des Regionalligisten. Nachfolger wird Nico Weber – derzeit Trainer beim Verbandsligisten SV Gerolstein. Weber hatte die HSG Wittlich nach der letzten erfolgreichen Saison mit Vizemeisterschaft und Pokalsieg dorthin verlassen. Quelle: mosel-handball.com
Nico Weber beim 35:30 Pokalsieg gegen den Regionalligisten Kastellaun-Simmern im letzten April: Wechselte sich als Trainer unserer 1. Herren in den Schlussminuten selbst ein und erzielte 2 Treffer. Fotos: Thomas Prenosil


