Regionalliga Südwest Frauen: Südpfalz Tiger – HSG Wittlich (Samstag, 18 Uhr, Spiegelbachhalle Bellheim)

Selina Teusch kam in Sobernheim nur zu einem kurzen Comeback. Ihre Wurfeffektivität, wie hier beim 29:24 Heimsieg gegen die HSG Hunsrück am 25.10.2025 (4 Tore), ist schwer zu ersetzen (Foto: Thomas Prenosil).
Nach dem nicht eingeplanten Unentschieden in Sobernheim und der erwarteten Niederlage beim aktuellen Tabellenführer TSG Haßloch am Doppelspieltag vor 2 Wochen hatte das Team von Esther Herrmann und Sabina Jöhnk vergangenes Wochenende spielfrei. Nun geht es im dritten Auswärtsspiel in Folge zu den Südpfalz Tigern, die sich noch Sorgen um den Ligaverbleib machen müssen.
„Wir werden auf einen Gegner treffen, der eine offensive Abwehr spielt, gegen die wir viel Bewegung brauchen. Hier wollen wir uns mit Übergängen die Räume schaffen und mit viel Tempo hinter die Spitze kommen. Wichtig wird aber auch sein, dass wir unsere Abwehr besser stellen. Dafür sind wir am Samstag auch personell besser aufgestellt als zuletzt. Es bedarf im Deckungsverband einer hohen Laufbereitschaft und schneller Beine, damit wir besser in die Zweikämpfe finden. Die Punkte im Auswärtsspiel sind die klare Zielsetzung und dafür müssen wir auch mit viel Tempo aus der Abwehr ins Umschaltspiel kommen.
Für mich ist das ein richtungsweisendes Spiel nach dem Start ins neue Jahr, der sicher nicht so war, wie wir uns das vorgestellt haben. Gegen die Südpfalz Tiger wollen wir in die Spur zurückfinden, denn wir sollten uns keine Niederlagen gegen die Teams aus der unteren Tabellenregion leisten. Deshalb nehmen wir das Spiel sehr ernst und werden gut vorbereitet sein. Ich hoffe auf eine Erfolgserlebnis, denn die nächsten Wochen werden nicht einfach!
Zu unseren drei Langzeitausfällen gehören neben Merle Kloep und Emilia Sibi auch weiterhin Selina Teusch, deren Knieverletzung nach dem Sobernheimer Spiel leider wieder aufgebrochen ist, und Jana Clever. Michelle Meier ist derzeit noch krank, doch ich hoffe sehr, dass sie dabei sein kann. Unsere jungen Mädels haben jetzt ihre Chance und die wollen sie nutzen und mit einem Erfolgserlebnis aus Bellheim zurückkehren“, hofft HSG-Trainerin Esther Herrmann.
Bei den Tigerladies kam es in der Winterpause zu einer großen personellen Veränderung: Nach eineinhalb Jahren haben sich Mannschaft und Verein von Trainer Akin Calisir verabschiedet. Seit Anfang des Jahres steht nun Christian Hörner als neuer Trainer an der Seitenlinie. Mit ihm verlor die Mannschaft ihr Auftaktspiel im neuen Jahr gegen die HSG Hunsrück zu Hause mit 22:29 und gewann das Kellerderby am vergangenen Wochenende in Bodenheim knapp mit 19:18.
Oberliga Rheinland Männer: HSG Wittlich – TuS Weibern (Samstag, 20 Uhr, BBS-Halle)
Mit 41:19 kam der Tabellenführer Ende September im Eifel-Derby gegen Weibern zum höchsten Sieg der Spielrunde. So bestehen keine Zweifel an der Favoritenstellung des Teams von Trainer Igor Domaschenko, das es selbst in der Hand hat, den Titel in diesem Jahr einzufahren. Unverändert 3 Punkte beträgt der Vorsprung vor dem ärgsten Verfolger HC Koblenz, bei dem es am letzten Wochenende zu einem Remis in letzter Minute dank eines Treffers von Tim Gierenz kam. Die Mannschaft von Trainer Domaschenko bleibt damit weiterhin als einziges Team in der Liga ungeschlagen und das soll sich auch gegen Weibern nicht ändern. Alles andere als ein klarer Heimsieg wäre eine Überraschung!
„Das Spitzenspiel in Koblenz mussten wir stark ersatzgeschwächt bestreiten, da alle drei Linksaußen bei uns verletzungsbedingt bis Ende der Saison ausfallen. Letztlich kamen wir nach dem klaren Hinspiel Erfolg gegen eine personell sehr gut aufgestellte Koblenzer Mannschaft zu einem Remis und haben damit den direkten Vergleich gewonnen. Die Jungs wollen ihre Position bis zum Ende der Saison verteidigen. Fünf Heimspiele und drei Auswärtsspiele haben wir noch vor uns. Allerdings ist die Trainingsbeteiligung derzeit nicht so, wie ich mir das vorstelle. Das erklärt sich aber durch Verletzungen, Erkältungen und berufliche Verpflichtungen. Was auffällt: Vor der Weihnachtspause hatten wir noch eine Trefferquote von knapp 70 Prozent, derzeit liegen wir nur bei 60. Dafür ist die Abwehrleistung aber wesentlich besser als zum Saisonstart. Gegen Weibern nehmen wir die Favoritenrolle an und wollen ihr gerecht werden“, sagt HSG-Coach Igor Domaschenko.
Quelle: mosel-handball.com

