
Trainerin Esther Herrmann (links) hat ihren Vertrag bei der HSG Wittlich frühzeitig bis 2029 verlängert. Das freut auch ihre Co-Trainerin Sabina Jöhnk und Axel Weinand, den Vorsitzenden der HSG. Foto: Björn Pazen
Es durfte gefeiert werden bei der HSG Wittlich: Mit dem 22:17-Sieg gegen die HSG Merzig/Hilbringen endete für die HSG-Frauen am Samstagabend eine erfolgreiche Saison in der Regionalliga Rheinland-Pfalz/Saarland auf Platz 4 – obwohl es vor der Spielzeit 2025/26 einen großen Umbruch gegeben hatte. Sechs Leistungsträgerinnen und Trainer Tobias Quary hatten den Verein vor einem Jahr verlassen. Die neue Trainerin Esther Herrmann startete mit vielen Nachwuchskräften – und hatte Erfolg. Dieser Weg wird nun fortgesetzt: Zum Saisonabschluss am Samstagabend gab die HSG die Vertragsverlängerung der Trainerin bekannt, der ursprünglich bis 2027 datierte Kontrakt wurde frühzeitig um zwei weitere Jahre bis 2029 verlängert.
„Das bedeutet für alle Beteiligten – Verein, Trainerin und Spielerin – Sicherheit für die nächsten Jahre und ist ein Vertrauensbeweis für die tolle Arbeit von Esther. Wir sind sehr zufrieden, vor allem, wie sie fünf 17-Jährige ins Team integriert hat“, sagte der HSG-Vorsitzende Axel Weinand. Diese Vertragsverlängerung steht auch für die Kontinuität auf der Trainerposition bei den HSG-Frauen: In den vergangenen 26 Jahren gab es nur fünf Trainer bei der ersten Damenmannschaft, Esther Herrmann ist die erste Frau.
„Ich bin dem Verein für das Vertrauen sehr dankbar und freue mich, Teil der langfristigen Entwicklung der Mannschaft zu sein. Wir hatten zwar einige Schwankungen in der Saison, aber das ist normal bei einer so verjüngten Mannschaft, die Rückschlägen sehr gut weggesteckt hat und sich immer wieder zurückgekämpft hat“, sagte Herrmann, deren Dank an die Spielerinnen, den gesamten Trainerstab und den Vorstand geht: „Die Kooperation mit allen in der HSG macht mir sehr viel Spaß und Freude. Die Mädels ziehen im Training super mit, die jungen Spielerinnen haben Verantwortung übernommen. Mit Platz 4 haben wir unser Saisonziel absolut erreicht, aber wichtiger als der Tabellenplatz ist die Entwicklung der jungen Mannschaft. Wir sind noch lange nicht fertig, eine solche Entwicklung braucht ihre Zeit.“
Esther Herrmann (41) ist in Bad Ems aufgewachsen und hat später in Bannberscheid sowie in Weibern und Trier in der Bundesliga gespielt. Bevor die Realschullehrerin für Mathematik und Sport an der Clara-Viebig-Realschule plus in Wittlich zur HSG kam, war sie vier Jahre lang Co-Trainerin bei den Kurpfalz Bären in Ketsch in der 2. Handball Bundesliga Frauen. Zuvor hatte die B-Lizenz-Inhaberin die zweite Mannschaft der Trierer Miezen trainiert und war viele Jahre für den Handballverband Rheinland als Auswahltrainerin im weiblichen Nachwuchsbereich tätig.
Nach dem letzten Saisonspiel wurde zudem Selina Teusch von Mannschaft und Verein verabschiedet. In bewegenden Worten skizzierte ihre Schwester Laura den Werdegang aus der HSG-D-Jugend zur Leistungsträgerin und Vize-Kapitänin der ersten Mannschaft.
Björn Pazen

