13. April 2026

HSG-News vom 11.4.2026

Ergebnisse:
OL Männer HSG Kast./Simmern II – HSG I 20:37
OL Frauen TV Engers – HSG II 35:26



Die HSG Wittlich hat in Kastellaun ihr Meisterstück gemacht und will das am nächsten Samstag nach dem letzten Saisonspiel gegen Vallendar II gebührend in der BBS-Halle feiern! Im Mai geht es dann in die Regionalliga-Relegation.

Oberliga Rheinland Männer: HSG Kastellaun/Simmern II – HSG Wittlich 20:37 (8:14), Quelle: mosel-handball.com

Die HSG Wittlich, der noch ein Punkt zur Meisterschaft fehlte, machte in Kastellaun mit Co-Trainer Kai Lißmann den entscheidenden Schritt zur Meisterschaft und damit zur Regionalliga-Relegation, die vom 9. bis 17. Mai mit 3 Spielen gegen den Meister der Oberligen Saar und den Meister und Vizemeister der Oberliga Rheinhessen/Pfalz ausgetragen wird.

Wittlich traf wie erwartet auf einen befreit aufspielenden Gastgeber, der die Begegnung bis zum 4:4 in der 10. Spielminute offenhielt. Die individuelle Klasse der Gäste zeigte sich dann in der Folge, als sie mit einem Zwischenspurt auf 4:9 (17.) davonzogen und sich Gastgebertrainer Max Wetstein zur Auszeit gezwungen sah. Als Luis Leyendecker mit seinem 4. Treffer im Spiel sogar auf 4:10 (19.) erhöhte, schien sich ein Debakel für die Hunsrücker anzudeuten. Beim 5:11 (22.) nahmen dann die Gäste ihre Auszeit. Kai Lißmann per Siebenmeter und Nojus Könen schraubten die Führung anschließend hoch auf 8 Tore zum 5:13 (23.). Nach dem Kastellauner Anschluss zum 8:14 Halbzeitstand war die Partie aber noch nicht ganz entschieden.

Doch gleich nach dem Wechsel war der Deckel drauf! Wittlich zog auf 8:17 (35.) davon, kassierte dann einige Zeitstrafen und hatte erstmals beim 10:20 (40.) eine 10 Tore Führung herausgearbeitet. Kontinuierlich baute das Team jetzt die Führung aus, zog über 15:30 (53.) einem ungefährdeten Auswärtserfolg im Hunsrück entgegen und feierte anschließend den Titel!

„Wir haben über die gesamte Spielzeit nie den Spielfluss im Angriff gehabt. Die Abwehr war im gebundenen Spiel in Ordnung. Wittlich gewann verdient und hat konsequent unsere Fehler bestraft. Glückwunsch zur Meisterschaft! Gerne hätten wir das letzte Heimspiel enger gestaltet“, gab Max Wetstein zu.

„Eine gute Leistung unserer Mannschaft mit einer starken Abwehr. Die Spielanteile wurden gleichmäßig verteilt. Sehr zufrieden bin in mit der Abwehrleistung. Doch wir haben nach dem Wechsel einfach zu viele Zeitstrafen kassiert, zeigten aber im Angriff unsere gewohnte Durchschlagskraft. Zudem kamen wir immer wieder über die erste und zweite Welle zum Erfolg, haben aber einige freie Chancen liegen gelassen. Am Ende gewinnen wir verdient. Ich hoffe, dass wir Igor im letzten Heimspiel noch würdig verabschieden können“, sagte Co-Trainer Kai Lißmann, der den ausscheidenden Coach Igor Domaschenko vertrat und dabei 14 Treffer zum klaren Auswärtssieg beisteuerte.

HSG K/S: Kaltenmorgen und Brand – Milan Wetstein (3), Hummes, Schneiders, Peitsch (1), Gewehr (6/1), Ponstein (1), Hoff (1/1), N. Wettstein, Friedt (3), Haßley, Rickus (5/1).

HSG W: Boinski und Henrich – Hamm, L. Weber, Leyendecker (5), Reifferscheidt, Illigen (2), Lißmann (14/5), Jacoby (5/1), Stephan (1), Molecki (2), Könen (6), Theisen (2).

Oberliga Rheinland Frauen: TV Engers – HSG Wittlich II 35:26 (15:12), Quelle: mosel-handball.com

Es sollte ein hartes Stück Arbeit für das Team von Wittlichs Trainer Carsten Henrich werden, der nicht auf seine Wunschformation zurückgreifen konnte und am Ende mit einem sehr jungen Team das Nachsehen hatte.

So verlief die Begegnung in den Anfangsminuten völlig ausgeglichen, ehe sich Wittlich vom 4:4 (9.) auf 4:7 (13.) absetzen. Doch so richtig kam die Mannschaft nicht weg. Engers kämpfte sich zum 9:9 (22.) Ausgleich, doch Wittlich hatte die Antwort parat. Aber es so sollte anders kommen. Nach dem 11:12 (27.) drehten die Gastgeberinnen die Begegnung bis zur Pause und führten 15:12.

Ausgeglichen der Start in die zweite Hälfte, die bis zum 18:15 (33.) noch alle Chancen für die Gäste offen hielt. Drei Tore von Engers in Folge sollten dann die Moral der Gäste brechen, die über 21:15 (37.) und 26:18 (41.) eine deftige Packung zu kassieren schienen. Nichts wollte mehr an diesem Tag zusammenlaufen und so kassierte das Team von Carsten Henrich über den ersten 10 Tore Rückstand beim 31.21 (50.) am Ende eine in dieser Höhe nicht erwartete Niederlage.

„Ich bin stolz und enttäuscht zugleich! Stolz, dass wir heute mit fast einer kompletten A- und B-Jugendmannschaft auflaufen konnten – enttäuscht, dass wir nur zwei Feldspielerinnen der zweiten Mannschaft dabei hatten, da es noch kurzfristige krankheitsbedingte Ausfälle gab. Das wird im letzten Spiel gegen Schweich anders aussehen!

Wir fanden gut ins Spiel, haben bis kurz vor der Pause auch noch geführt, sind aber immer wieder an Ali Krämer im Tor des TV gescheitert. Sie hat alleine 14 hundertprozentige Chancen vereitelt, darunter etliche Siebenmeter und Tempogegenstoßchancen. Nicht einverstanden war ich mit der Regelauslegung der Unparteiischen, die meine junge Mannschaft nicht geschützt haben. Immer wieder gab es den Schubser beim Gegenstoß und der blieb immer unbestraft. Wir sind aber mit den jungen Spielerinnen auf einem guten Weg. Die beiden Krämer Zwillinge haben überzeugt und Mia Krämer hat gut Regie geführt. Hier ist die gute Arbeit unseres B-Jugendtrainers Thomas Feilen klar erkennbar“, lobte Wittlichs Trainer Carsten Henrich.

HSG: Marx und Scharfbillig – Kaspari (4), Lames (3), Feiten (5/1), Könen (2), Marx, Kolf (1), Vollmer (5), M. Krämer (4), Schleidweiler (2), H. Krämer.