Ergebnisse:
RL Frauen HSG Hunsrück – HSG I 33:21
OL Männer Handball Mülheim-Urmitz II – HSG I 32:37
OL Frauen HSG Kast./Simmern – HSG II 29:24
RL wB-Jugend JSG Welling/Bassenheim – HSG 21:24
BzO Männer DJK St. Matthias Trier II – HSG II 28:38
BzO mD-Jugend HSG I – DJK St. Matthias Trier 9:43
BzO wD-Jugend HSG I – HSC Schweich 25:18
BL wD-Jugend SV Gerolstein (a.K.) – HSG II 23:10
BzO mE-Jugend HSG I – HSG Kast./Simmern 17:34
BL mE-Jugend HSG II – HSG Kast./Simmern II 3:27

In der Meisterrunde der Regionalliga Südwest kam unsere wB-Jugend mit 21:24 (9:12) zu dem eingeplanten Sieg beim Tabellenletzten JSG Welling/Bassenheim.
HSG-Berichte aus mosel-handball.com
Nach gutem Start der Mannschaft von Trainerin Esther Herrmann in die Begegnung, kassierten die Eifelanerinnen nach ihrer 0:2 (3.) Führung beim 7:3 (11.) so viele Gegentore, dass Herrmann die Reißleine zog und die Auszeit nahm. Wer jedoch gehofft hatte, dass die Mannschaft sich jetzt gegen die drohende Niederlage stemmen würde, sah sich bald enttäuscht. Über 12:5 (21.) baute das Gastgeberteam die Führung kontinuierlich gegen eine ratlos wirkende Gästemannschaft aus, zog über 15:6 (25.) der klaren Pausenführung entgegen.
Nach dem Wechsel schwammen den Gästen die Felle davon! Beim 20:10 (38.) stand die erste 10 Tore Führung auf der Anzeigetafel in Sohren und verwundert rieben sich die Zuschauer die Augen. Trotz Unterzahl gelang Dunja Mohebzada sogar die 11 Tore Führung, die Herrmann zur erneuten Auszeit (39.) zwang. Die Begegnung war längst entschieden, nur die Höhe des Sieges der Gastgeberinnen war noch fraglich und die ließen nicht locker. Über 27:14 (48.) deutete sich ein Debakel für das Herrmann Team an, dass sich am Ende mit 12 Toren beim 33:21 im Hunsrück geschlagen geben musste.
„Meine Mannschaft war von Beginn an sehr fokussiert und stellte eine überragende Abwehr. Der Unterschied zum Hinspiel war, dass wir gute Lösungen gegen die 3:2:1 Deckung der Gäste fanden, die ihre Abwehr auf 6:0 umstellten. Das haben wir dann ausnutzen können, hatten die erste und zweite Welle der Eifelanerinnen im Griff und so war die Aufgabe einfacher als gedacht. Auf das gebundene Spiel von Wittlich waren wir gut vorbereitet, haben aber auch wie Wittlich einige freie Bälle liegen lassen. Stabil haben wir nach dem Wechsel dann die Führung verteidigt und können jetzt einen klaren Derbysieg feiern“, sagte Hunsrück Coach Maouia Ben Maouia.
„Die ersten Minuten haben wir mitgehalten, waren dann völlig unterlegen und hatten nicht den Hauch einer Chance! So kam leider keine richtige Derbystimmung bei den Zuschauer auf, zu eindeutig lief es zu Gunsten der Hunsrückerinnen, deren Kreisläuferspiel wir nie in den Griff bekamen und die immer wieder mit Kleingruppentaktischen Maßnahmen zum Erfolg kamen. Im Angriff spielten wir viel zu hektisch., leisteten uns viele technische Fehler und ich musste nach 10 Minuten die in dieser Woche kranke Anna Schönhofen aus dem Spiel nehmen und die Abwehr auf 6:0 umstellen. Wir fingen uns viele Gegenstoßtore und haben es nach dem Wechsel nicht geschafft, ranzukommen. Bei den Hunsrückerinnen klappte jetzt alles und bei uns nichts mehr. Dazu hatte die Mannschaft mit Vanessa Gerken im Tor eine starke Torfrau, gegen die wir 20 Fehlwürfe hatten. Trotz allem hat meine Mannschaft bis zum Ende gekämpft, wir wollten nicht untergehen und hier hat die Mannschaft Mentalität gezeigt. Wir haben viel Arbeit vor uns und einiges zu tun! Auswärts haben wir es heute wieder einmal nicht hinbekommen, mussten auf Natalia Kierakowicz aus beruflichen Gründen verzichten und Anna Schönhofen, die zuletzt so stark war, mussten wir heute schonen. Ihr Fehlen war heute im Abwehrverband deutlich erkennbar. Doch das sind nicht die entscheidenden Gründe der Niederlage. Viele Dinge, die wir trainiert und im Vorfeld besprochen haben, wurden nicht umgesetzt. Daran müssen wir arbeiten“, sagt die Wittlicher Trainerin.
HSG H: Gerken – Mohebzada (3/1), Faust (3), Schieke (5/2), Kappes (6), Grethen, Rolinger, Gräber (2/1), Wagner (1), Longen (4), Lesch (4/1), Schmitz, Molz (5)
HSG W: Irmgartz und Scharfbillig – Eiden (5/3), Krämer, Meier (6), Hees, Schönhofen (1), Packmohr (4), Clever (2), N. Czanik (1), Lieser (2), Feiten, L. Teusch.
„Es war ein Arbeitssieg, mehr nicht!“, brachte es Wittlichs Trainer Igor Domaschenko auf den Punkt! Am Ende der ersten Hälfte häuften sich unsere technischen Fehler, doch wir standen gut in der Abwehr. Nach dem Wechsel zollten wir unserer schmalen Bank Tribut, da auch Tim Gierenz nicht eingesetzt werden konnte. Der Rest der Mannschaft, der fast durchspiele musste, zeigte Charakter gegen eine gut im Angriff spielende Gastgebermannschaft. Nach dem Wechsel führten wir zwischenzeitlich deutlich, kassierten aber einige Zeitstrafen und das nutzten die Gastgeber. Mit der Abwehrleistung nach dem Wechsel bin ich nicht zufrieden, doch letztlich zählt nur der Sieg gegen einen Gastgeber, der auf Linksaußen und am Kreis seine stärksten Akteure hatte. Ich hoffe, nur, dass wir bald wieder personell besser aufgestellt sind“ sagt der Wittlicher Coach.
HSG: Boinski (3), T. Henrich – Hamm, Leyendecker (4), Illigen (4), Lißmann (7), Jacoby (5), Gierenz, Koenen (11/4), Theisen (3).
Die richtigen Worte schien Gastgebertrainer Sasa Puljicovicz in der Pause gefunden zu haben, denn seine Mannschaft kam, angetrieben von einer treffsicheren Marla Wolf Mühlbauer nicht nur zum Ausgleich, sondern auch zur 19:17 (41.) Führung. Nach dem Wechsel hatte die Spielerin der Gastgeberinnen mit ihrem sechsten Treffer nach dem Wiederanpfiff für die Wende im Spiel gesorgt. Dabei machte sich vor allem der Einsatz von Routinier Giu Martin-Stoleru im Tor deutlich bemerkbar, die entscheidenden Anteil am Sieg ihres Teams hatte. Die Gastgeberinnen bauten die Führung jetzt kontinuierlich aus, zogen über 24:19 (53.) dem letztlich verdienten 29:24 Heimspielerfolg entgegen.
„Da war heute mehr drin für uns! Trotz der Unterstützung aus der Regionalligamannschaft hat es in Kastellaun heute nicht zum Sieg gereicht. Wir hatten zwar individuell starke Einzelspieler auf der Platte, doch letztlich reichte es nicht, da die Gastgeberinnen nach dem Wechsel mit Gio Martin-Stoleru die Garantin für den Sieg ins Tor eingewechselt haben. Wir spielten heute eine stabile Abwehr, bekamen wenig über die Außenpostionen, dafür aber stand unser Mittelblock zu offen. Leider wurden nicht alle Stürmerfouls von den Schieris geahndet, doch letztlich war es die Torfrau der Gastgeberinnen und die vielen verworfenen Bälle, sowie fünf verschlafene Minuten nach dem Wiederanpfiff, die uns zurückwarfen. Dennoch bin ich mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden. Es war heute ein Topspiel bei dem wir auch viele Fans aus Wittich auf der Tribüne als Unterstützung hatten. Leonie Schleidweiler zeigte heute in ihrem ersten Seniorenspiel eine gute Leistung“, lobte Wittichs Trainer Henrich.
HSG K/S: Martin-Stoleru und Baumgarten – Gerlach, Wetstein, Mähringer-Kunz (6), Görgen (2), Kölzer, Mallmann, Müller (7/4), Lauer, E. Wolf-Mühlbauer, Steman (4), Gaines, Cehajic, Vollmer, M. Wolf-Mühlbauer (9).
HSG W: Marx und Scharfbillig – Feiten, Krag, Rogowski, Lames (1), Kaspari, Kolf (1), Schleidweiler, Ertz (4), N. Czanik (12/4), Hees, A. Czanik (3), Zens, Vollmer (3).
„Das Ergebnis zeigt, dass es das erwartet schwere Spiel für uns gewesen ist. Wir haben die Wellinger Mädels nicht unterschätzt, die uns ein Spiel auf Augenhöhe lieferten und die mit ihrer Rückraumachse Anna Sauerborn, Eva Mintenig und Emily Küper gutes Regionalligaformat haben, die wir aber auch gut verteidigten. Uns gelang es in der ersten Hälfte dann, uns mit drei bis vier Toren abzusetzen, hatten einen gute Drive im Tempospiel, machten aber immer wieder einige Fehler zu viel. Nach dem Wechsel zogen wir dann deutlicher weg. Schlichen sich dann Fehler in unser Spiel ein, bestraften die Gastgeberinnen das gleich mit eigenen Toren. Letztlich ein toller Auswärtssieg der Mädels deren Spiel sicher noch ausbaufähig ist. Am Ende zwei Punkte bei denen wir auswärts cool geblieben sind und aus einer starken Mannschaftsleistung Johanna Reinarz im Tor herausheben müssen, die heute ein tolles Spiel gemacht hat. Zuletzt überzeugte Viktoria Eisel im Tor und wir sind froh, zwei so starke Torfrauen in unseren Reihen zu haben“, lobt Feilen.
HSG: Eisel und Reinarz – Könen (2), Dreher (1), Schmitz (1), Zeimentz, H. Krämer (4), M. Krämer (2), Neukirch (8), Heck (2), Reck, Reinarz, Meures, Schleidweiler (4), Niesen. Foto: wB-Jugend Instagram (bearbeitet).

